von Werner Sticht

Eine bessere Zukunft ?

Achtung:
Manche der folgenden Aussagen könnten eventuell frühere Nazi-Parolen enthalten, die nach heutigem Recht gesetzlich verboten sein könnten.

Ich selbst distanziere mich ausdrücklich von den folgenden "Aussagen von Faschisten".

Ich betrachte sie als Sammlung eindringlicher Beispiele, die zeigen sollen, was viele heutige Faschisten über die Welt denken.

Gerade in den USA sind derartige Aussagen von Helfern mancher Superreicher massenweise in den Medien verbreitet worden.

Die folgende Tabelle zeigt auf der linken Seite, was viele heutige Faschisten gerne in Zukunft erreichen wollen.
Aber auf der rechten Seite wird geschrieben, wie es wirklich besser wäre.

Aussagen von Faschisten

So wäre es gut

Grundsätze

Wir sind national gesinnte Menschen.
Wir sind unserer Tradition verpflichtet.

Wir haben immer recht.

Der Streit über ein Problem endet bei uns mit der Kaltstellung des Gegenübers, etwa durch Einschüchterung, oder gar durch Tötung.
Nach dem Streit obliegt die Problemlösung dem Sieger.
Das ist schnell und erspart langwierige Debatten.

An den Schulen darf nur gelehrt werden, was UNS nützt.
Was unseren Gegnern nützt, darf natürlich nicht erwähnt werden.
Wir sind Menschen des Planeten Erde.
Wir sind der christlichen Tradition verpflichtet.

Wir haben nicht immer recht recht. Wir lernen dazu.

Bei einem Streit hören wir einander zu, konzentrieren uns auf das Problem. Das Ziel sollte die gemeinsame Problemlösung sein.
Wir versuchen, persönliche Abneigungen gegen den anderen zurückzustellen.
Dadurch können wir das Problem gemeinsam lösen.

An den Schulen wird gelehrt, was dem Stand der Wissenschaft entspricht.
Wir fühlen uns verpflichtet, die Demokratie zu verteidigen.


Der CEO oder der Präsident

Wir glauben an einen starken Präsidenten (deutsch Vorsitzenden; früher Führer).
Wir glauben an die Natürlichkeit von Hierarchien.
Der Mächtigste ist der Präsident. Er hat das Recht des Stärkeren, auch wenn er manchmal als schwach erscheint.
Was gut oder schlecht ist, bestimmt der Präsident.
Alle haben dem Präsidenten zu gehorchen.
Den Befehlen des Präsidenten zu misstrauen, ist Verrat.
Gleichheitsgrundsätze gelten nur unter Gleichrangigen. Sie sind folglich nebensächlich.
Wer seinen Vorgesetzten nicht liebt, muss bestraft werden. Er bringt sonst Unordnung in den Betriebsablauf.

Der Staat sollte wie ein Unternehmen geführt werden.
Der Präsident des Unternehmens, der CEO, ist der Alleinherrscher.
Ein gewähltes Beratergremium hilft dem Herrscher.
Wer Eigentum hat, ist Teilhaber am Staatsvermögen und damit wahlberechtigt.
Wer kein Eigentum hat, hat keine Mitbestimmung.
Wir glauben an die Gewaltenteilung von Rechtsprechung, Gesetzgebung und Regierung/Verwaltung.
Die Gewalten helfen einander, kontrollieren sich aber auch.
Der Präsident (in Deutschland ist es der Bundeskanzler) wird vom Parlament für einen vorgegebenen Zeitraum (4 Jahre) gewählt.
Der Präsident wird kontrolliert vom Parlament und der Rechtsprechung.
Der Staat wird vom Bundeskanzler geführt. Dabei ist er durch das Gesetz gebunden, und er muss sich vor dem Parlament rechtfertigen. Das Parlament kann ihn absetzen.

Bei uns gilt das Gesetz, nicht das Recht des Stärkeren.
Vor dem Gesetz sind alle gleich.
Bei uns gelten Meinungsäußerungs-Freiheit und Informations-Freiheit. Jeder darf den Bundeskanzler öffentlich kritisieren. Er darf aber keine Drohungen und keine Beleidigungen verbreiten.

Es ist anzustreben, dass auch Unternehmen demokratisch geführt werden. Die Mitbestimmung war ein erster Schritt, der weiter entwickelt werden sollte.


Schwächlinge

Menschenrechte (Deutscher Text) sind Vorgaben der Schwächlinge.
Schwächlinge sollen zu Hause bleiben.

In der Natur überlebt der Starke, der nicht gefressen wird.
Schwächlinge sortiert die Natur gnadenlos aus.

Wir als Volk müssen schwächere Völker besiegen.
Damit wir uns gegen die Anderen verteidigen können, brauchen wir eine starke Armee.
Die Menschenrechte aber auch die Menschenpflichten schützen alle Menschen, insbesondere auch die Schwachen.
Sie haben die gleichen Rechte, wie die anderen Menschen auch.
Schon aus unserer christlichen Tradition heraus sind wir verpflichtet, ihnen zu helfen.
Die Würde des Menschen ist unantastbar.

Wir wollen die anderen nicht bekämpfen, sondern mit ihnen zusammenarbeiten.


Unsere Gegner

Wer bei unserem Staatsverständnis nicht mitmacht, ist ein Verräter.
Gegen Gegner oder Verräter sind unerbittliche Härte und schlimmste Strafen notwendig.
Wer uns kritisiert oder gegen uns ist, der ist unser Feind.
Unsere Feinde zu bekämpfen, ist unsere Bestimmung. Viel Feind, viel Ehr.
Gegen die Feinde lassen wir unsere ganze Wut los.
Wenn wir einmal keine Feinde haben, erschaffen wir uns welche.
Wenn ein Feind noch nicht unseren Vorstellungen entspricht, so finden wir schon heraus, wie er uns schadet.

Freiheit gilt nur für uns, nicht für unsere Gegner.
Wir bemühen uns, die Unzufriedenen zufrieden zu stellen.
Gegner sind schon aus wirtschaftlichen Gründen ein Nachteil.

Wir möchten, dass sie unsere Demokratie durch ihre Kritik zu verbessern helfen.

Aber auch für unsere Gegner gelten die gleichen Rechte und Pflichten wie für alle anderen Bürger auch.

Auch für unsere Gegner gelten die staatlich garantierten Freiheiten, vor allem aber die Menschenwürde.

Wer schon einmal in einem faschistoiden System zu leiden hatte, wird unseren Rechtsstaat zu schätzen wissen.


Öffentliche Bestrafung

Minderheiten haben sich an uns anzupassen, oder sie sind unsere Gegner.

Wenn einer nicht spurt, verprügeln wir ihn.
Prügel haben schon viele zur Vernunft gebracht.
Strafen sind in der Öffentlichkeit ein wirksames Mittel - etwa am Pranger, Auspeitschen oder gar öffentliche Hinrichtung.
Die merken dann schon, dass bei uns Ordnung herrscht.
Öffentliche Bestrafungen lehnen wir grundsätzlich als Barbarei ab.
Öffentliche Bestrafungen sind nicht abschreckend.
Durch Prügel macht man gute Menschen schlimm und schlimme noch schlimmer.
Wenn öffentliche Bestrafungen als normal angesehen werden, so werden sie auch als Selbstjustiz akzeptiert werden.
Dann werden spezielle Dienstleister sie auch gegen eine Geldzahlung anbieten.


Das Arbeitsleben

Die Technik und KI helfen uns, eine soziale Ordnung ohne viel Bürokratie herzustellen.
Eine einfache Verwaltung hilft der Mehrheit. Der Rest hat sich anzupassen.

Die Technik hilft uns, die Menschen in Leistungsgruppen einzusortieren und zu bewerten.
So holen wir das Beste aus den Menschen heraus und geben ihrem Leben einen Sinn.
Gut bewertet ist einer, wenn er möglichst viel für unsere Betriebe leistet.
Wenn einer das nicht mehr kann, sinkt er in der Bewertung.
Einer mit niedriger Bewertung wird weniger staatliche Hilfen bekommen.
Er bekommt mehr, wenn er danach wieder mehr leisten kann.
Wer nutzlos ist, hat kein Recht auf Hilfe.

Renten sollten höchstens das Existenzminimum sichern. Führungspersonen sorgen selbst vor.
Technik und KI können uns auf einigen Gebieten der Verwaltung oder der Güterproduktion bestimmte Arbeiten abnehmen.
Die betroffenen Kollegen werden dann andere Arbeiten verrichten.
Eine zu große Ausrichtung auf KI wird zwar Arbeitszeit einsparen.
Aber die Probleme sind die Sonderfälle, die von den häufigen Fällen abweichen.
Man muss besonders beachten, dass eine KI nicht auf die Belange von Minderheiten ausreichend trainiert werden kann.
Deshalb müssen menschliche Entscheider unbedingt das letzte Wort haben.
Leider wird eine KI so trainiert, dass sie für den maximal möglichen Gewinn des Eigentümers sorgen soll.
Dadurch wird sie an den Kosten für Mitarbeiter zu sparen verpflichtet sein.

Und die Menschenwürde darf nicht aus Kostengründen eingeschränkt werden.


Eugenik

Eines unserer Vorrangthemen ist die Volksgesundheit.
Erbkranke Gene dürfen nicht verbreitet werden.
Erbkrankheiten sind auszurotten, auch mit Gewalt.
Durch die Eugenik ist eine Optimierung des Gen-Pools anzustreben.

Wir haben ja noch vor, in den kommenden Jahrtausenden mit KI die Milchstraße zu kolonisieren.
Kranken Menschen muss geholfen werden. Das gilt besonders bei Unfällen, bei Krebs und bei Kreislauferkrankungen.
Dazu ist zuerst die gegenwärtige Katastrophe im Gesundheitssystem zu lösen.
Bei seltenen Erbkrankheiten kann man durchaus auf Techniken der Genetik zurückgreifen.
Menschen aber zur "Verhütung erbkranken Nachwuchses" zu zwingen, ist barbarisch.


Wirtschaft

Wir brauchen eine starke Wirtschaft, damit uns das Ausland nicht niedermachen kann.

Für eine starke Wirtschaft musst auch Du Opfer bringen.
Die Wirtschaft muss leistungsfähig sein und Gewinne einfahren.
Später bekommst auch Du Deinen Anteil.
Wir sorgen schon dafür, dass die von der Wirtschaft nicht zu stark werden.
Wirtschaft - das sind vor allem jene, die als Arbeitnehmer die Produkte herstellen.
Diejenigen, die die Gewinne einstreichen, sind nur eine kleine Minderheit von Superreichen in unserer Gesellschaft.
Gerade diese Minderheit gilt es angemessen zu besteuern.
Bisher wurden sie unberechtigt ganz enorm bevorzugt.
Und die Faschisten werden von einigen von ihnen auch stark gefördert. Die Faschisten werden nichts gegen sie unternehmen.


Und nochmals:

Ich distanziere mich ausdrücklich von den obigen "Aussagen von Faschisten".


Heute

Unser heutiges politische System ist leider nicht so, wie unter "So wäre es gut" beschrieben.
Man erkennt in unserer Zeit eine deutlich Neigung zum Faschismus in der Bevölkerung.
Die Faschisten bekommen ja außergewöhnlich viele Spenden von Superreichen. (Siehe meine Anmerkung über Parteispenden.)
Dadurch können sie ihre Denkweise recht vielfältig und wirksam verbreiten.

Schon in den 1930er Jahren war allgemein bekannt, dass die damalige NSDAP stark von der Industrie gefördert wurde.
Die Wikipedia-Artikel Großindustrie und Aufstieg der NSDAP, Adolf-Hitler-Spende der deutschen Wirtschaft, Geheimes Treffen Hitlers mit Industriellen am 20. Februar 1933 dokumentieren den Sachverhalt.

Und wie die KI-Industrie gerade heute die Faschisten um Donald Trump fördert, habe ich ja auch dokumentiert.

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